
18. November 2019, 16:24 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Was ist eigentlich mit der Berliner Mauer passiert? Die ist eine echte Weltreisende geworden ist. Einzelteile des ehemaligen Grenzwalls zwischen Ost- und West-Berlins haben es inzwischen nach Indonesien, in die USA, nach Israel und in andere Länder geschafft.
Die Ironie hinter der Mauer-Weltreise: Zu DDR-Zeiten sollte der hässliche Steinwall die Bewohner vor dem Westen mit all seinem Kapitalismus und Freiheitswunsch schützen – und zugleich seine Bewohner vom (Welt-)Reisen abhalten. Nun haben es nicht nur die Deutschen geschafft, wiedervereinigt zu werden und so das weltweite Reiserecht (zurück) zu erlangen, auch die Mauer geht auf Reisen. Rund 120 Mauerteile stehen verstreut auf mehr als 40 Länder in der ganzen Welt. Wie das aussieht, sehen Sie in unserer Bildergalerie.
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An diesen Orten kann man die Berliner Mauer außerhalb Berlins besuchen
Jakarta, Indonesien

Las Vegas, USA

Los Angeles, USA

Vilnius, Litauen

Frankfurt am Main, Deutschland

San Jose, Costa Rica

Seattle, USA

Seoul, Südkorea

En Hod, Israel

London, UK

Paris, Frankreich


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Die Geschichte einer Mauer
Für alle, die sich nicht mehr oder ohnehin gar nicht an die Mauer erinnern, hier nochmal ein paar Fakten: Die Berliner Mauer wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 errichtet und riegelte bis zu ihrem Fall am 9. November 1989 die DDR vom West-Teil Berlins ab. Der saß daraufhin wie eine eingemauerte Insel im DDR-Land, räumlich abgeschottet vom Rest der Bundesrepublik.

Die Berliner Mauer war das steingewordene Symbol des Kalten Krieges, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zwischen dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion und den Westmächten, angeführt von den USA, ausbrach. Nach dem Fall der Mauer dauerte es noch ein knappes Jahr, bis die SED-Diktatur vollends zusammenbrach und Deutschland am 3. Oktober 1990 wiedervereint wurde.