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Konzept für Flughäfen sorgt für verpasste Flüge

Was sind eigentlich „Silent Airports“ ?

Warum Sie an diesem Flughafen besonders aufpassen müssen, Ihren Flug nicht zu verpassen? Der Flughafen in Singapur ist ein „Silent Airport“.
Warum Sie an diesem Flughafen besonders aufpassen müssen, Ihren Flug nicht zu verpassen? Der Flughafen in Singapur ist ein „Silent Airport“. Foto: dpa picture alliance
Sonja Koller Freie Autorin

8. Dezember 2021, 6:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Am Flughafen gibt es eigentlich immer etwas auf die Ohren: Mal wird ein Passagier per Lautsprecher aufgerufen, mal piepst eine Maschine, mal wird Werbung für den Duty Free Shop durchgesagt. Einige Flughäfen weltweit haben genug von dem Krach und sind nun „Silent Airports“. Wir erklären, was dahintersteckt.

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Einmal Ruhe bitte. Das geht am Flughafen eigentlich nie. Beim Warten aufs Einchecken oder Boarding wird man als Passagier stets von einer Geräuschkulisse begleitet. Mit den „Silent airports“, was auf Deutsch so viel wie Stille Flughäfen heißt, wurde ein Gegenkonzept entworfen. Doch so entspannt, wie die Idee klingt; sie hat auch Nachteile.

So funktioniert das Konzept der „Silent Airports“

„Silent Airports“ wollen Hintergrundgeräusche reduzieren, indem sie Lautsprecherdurchsagen praktisch ganz streichen. Diese werden nur noch im Notfall genutzt, etwa wenn ein Kind vermisst wird, oder ein Flug Verspätung hat. Stattdessen sollen sich Passagiere mittels elektronischer Anzeigen darüber informieren, wo ihr Gate ist, und wann es Zeit ist, an Bord zu gehen.

Manche Flughäfen, wie etwa der Flughafen in Helsinki, haben zusätzlich Möglichkeiten gefunden, die Passagiere aufs Boarding aufmerksam zu machen. So werden Passagiere am „Silent Airport“ in der finnischen Hauptstadt über eine App über den Status ihres Fluges informiert.

An manchen der Stillen Flughäfen werden Passagiere trotzdem noch Durchsagen hören. Aber nur direkt am betroffenen Gate oder Terminal – also nicht so, dass man sie am ganzen Flughafen mithören kann.

Neues Flughafenkonzept sorgt für verpasste Flüge

Wenn Sie aber zu den Urlaubern gehören, die vor dem Boarding gerne noch in den Läden am Flughafen bummeln oder sich einen Kaffee gönnen, könnte das für Sie zum Problem werden. Weil darauf verzichtet wird, den letzten Aufruf zum Boarding per Lautsprecher durchzusagen, verpasste in der Vergangenheit bereits so mancher Gast seinen Flug.

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2015 wurde eine Geschichte eines Briten publik, der zwar 90 Minuten vor seinem Flug am Flughafen Bristol war, seinen Flug nach Dublin aber trotzdem verpasste. Er hatte vergeblich auf einen Aufruf zum Boarding gewartet, wie eine Flugseite aus Wales berichtete. Der Flughafen Bristol war schon damals einer der „Silent Airports“

Auch interessant: „Ich habe den ,Pannenflughafen‘ trotzdem lieb“

Damit Ihnen das nicht passiert, geben wir Ihnen eine Übersicht über die Flughäfen, bei denen Sie besonders darauf achten sollten, rechtzeitig am Gate zu sein. Ein Recht auf Entschädigung haben Passagiere nicht. Fluggesellschaften sind nämlich nicht dafür verantwortlich, ob oder wie am Flughafen Durchsagen gemacht werden.

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Diese Flughäfen sind „Silent Airports“

  • Amsterdam Schiphol, Niederlande
  • Flughafen Barcelona El Prat, Spanien
  • Flughafen Bristol, Großbritannien
  • Internationaler Flughafen Kapstadt, Südafrika
  • Flughafen Delhi, Indien
  • Internationaler Flughafen Dubai
  • Flughafen Chennai, Indien
  • Internationaler Flughafen Cancún, Mexiko
  • Flughafen Eindhoven, Niederlande
  • Flughafen Helsinki, Finnland
  • Internationaler Flughafen Kempegowda, Bangalore, Indien
  • Flughafen London City, Großbritannien
  • Flughafen Mumbai, Indien
  • OR Tambo International Airport, Südafrika
  • Internationaler Flughafen Punta Cana, Dominikanische Republik
  • Flughafen Singapur Changi
  • Flughafen Venedig Marco Polo, Italien

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