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Mehr als 3 Meter große Blätter!

Die größte Seerose der Welt

Größte Seerose der Welt
Zwei Wissenschaftler untersuchen in London die neue größte Seerose der Welt Foto: picture alliance / empics | Dominic Lipinski
Angelika Pickardt
Redaktionsleiterin

5. Juli 2022, 14:30 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Sie wachsen bereits seit mehr als 170 Jahren in einem Botanischen Garten in London – aber erst jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es sich bei den gigantischen Seerosen um eine ganz neue Art handelt. Die Pflanze mit dem Namen „Victoria Boliviana“ ist mit ihren mehr als 3 Meter langen Blättern und riesigen Blüten nun die größte Seerose der Welt.

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Standort der Riesenseerosen sind die Royal Botanic Gardens im Westen der britischen Hauptstadt. Im dortigen Herbarium wachsen und gedeihen die Seerosen der Gattung Victoria bereits seit 177 Jahren, wie es auf der Webseite der Botanischen Gärten heißt. Jahrzehntelang war man davon ausgegangen, es handele sich um eine der beiden bekannten Unterarten, Victoria amazonas und Victoria cruziana. Doch einige Wissenschaftler vermuteten, es müsse sich um eine völlig neue Art innerhalb der Gattung handeln. Und diese Vermutung hat sich jetzt bestätigt. „Dies ist die erste Entdeckung einer neuen Riesenseerose seit über einem Jahrhundert“, heißt es auf der Webseite. „Doch damit nicht genug der Überraschungen – V. boliviana ist nun die größte Seerose der Welt!“

Die Seerosen der neuen Art, die Victoria boliviana getauft wurde, haben Blätter, die in freier Wildbahn bis zu 3,2 Meter breit werden können. Ihre Blüten sind bis zu 36 Zentimeter groß und damit größer als der durchschnittliche Kopf eines Menschen. Die Blüten färben sich von weiß zu rosa und blühen nur nachts, erscheinen in der Abenddämmerung und schließen sich gegen Mittag.

Größte Seerose der Welt
Auch die Unterseite der Riesenblätter ist beeindruckend Foto: picture alliance / empics | Dominic Lipinski

Bislang größte Seerose der Welt befand sich in Bolivien

Das bislang größte bekannte Exemplar einer Seerose dieser Art befindet sich in den La Rinconada-Gärten in Bolivien. Von dort waren 2016 Seerosen-Samen an die Royal Botanic Gardens gespendet worden. Als die Wissenschaftler diese dort pflanzten und nach der Aufzucht mit den bestehenden Seerosen verglichen, kamen sie schließlich darauf, dass die Londoner Exemplare sich deutlich von den bolivianischen unterschieden. So sind etwa die Stacheln anders verteilt, und die Samen haben eine andere Form. Eine DNA-Analyse ergab zudem, dass sich Victoria boliviana genetisch stark von den beiden anderen Arten unterscheidet.

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Wo kann man die größte Seerose der Welt sehen?

Wer die gigantischen Seerosen selbst einmal bewundern möchte, kann dies im Waterlily House und im Princess of Wales Conservatory in den Royal Botanic Gardens im Londoner Stadtteil Kew tun. „Kew ist der einzige Ort auf der Welt, an dem man die drei beschriebenen Arten von Victoria nebeneinander sehen kann“, heißt es auf der Webseite. Und weiter: „Besucher können die neuen Arten in diesem Sommer, wenn die Seerosen am schönsten sind, an beiden Standorten besichtigen.“

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr (letzter Einlass um 18 Uhr), Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr (letzter Einlass um 19 Uhr).
Tickets: Umgerechnet ca. 17,50 Euro bei Vorab-Onlinebuchung, vor Ort ca. 23 Euro.

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