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In Japan

Der Bahnhof, der weder einen Eingang noch einen Ausgang hat

Seiryu Miharashi Eki Station
Die Seiryu Miharashi Eki Station kann man nur mit dem Zug erreichen und verlassen Foto: Präfektur Yamagushi, Japan
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TRAVELBOOK Redaktion

5. Mai 2021, 13:19 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Japan ist für sein effizientes Zugsystem weltweit bekannt. Nun hat ausgerechnet auf dem Inselstaat eine Station eröffnet, die mitten im Nirgendwo steht und die man weder betreten noch verlassen kann. Was steckt dahinter?

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Will man einen Bahnhof von außen betreten, wählt man für gewöhnlich die Treppe, die Rolltreppe oder den Aufzug. Die Station „Seiryu Miharashi Eki“ in Japan hat jedoch nichts davon – keinen einzigen Zugang. Sie steht eingezäunt auf einem Podest mitten in der Natur der Provinz Yamaguchi zwischen Wäldern, Bergen und einem glasklaren, türkisfarbenen Fluss. Völlig unberührt und fern jeder Stadt oder sonstiger Zivilisation ragt die kleine Plattform über dem Wasser empor. Es gibt weder einen Automaten zum Ticket-Lösen noch Personal.

Nächster Halt kein Ausstieg

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Nur die Züge der staatlichen Nishikigawa-Eisenbahngesellschaft fahren zu dem kuriosen Bahnhof mitten in der Natur. Laut der Website der Bahngesellschaft gibt es keinen anderen Weg dorthin: „Der Bahnhof Seiryu Miharashi befindet sich zwischen dem Bahnhof Minamikuwa und dem Bahnhof Negasa. Es gibt keine Straßen in der Nähe, die mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen sind, und er kann nur von Kunden besucht werden, die mit unseren Zügen fahren.“ Weiter heißt es, dass der Bahnhof allein dafür geschaffen wurde, die fantastische Aussicht der Plattform zu genießen. Sie wurde erst im März 2019 eröffnet. Die Region gilt als eine der schönsten des Landes, um die jährliche Kirschblüte im Frühling zu beobachten.

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Sonderzüge fahren die Station an

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Wer die Plattform besuchen will, kann das nur ein paar Mal im Jahr, wenn Züge die besondere Station anfahren. Die Website gibt regelmäßig Auskunft darüber, wann diese Sonderzüge fahren. Die Strecke führt über uralte Brücken und Viadukte, mitten durch riesige Waldflächen.

An der Station steigen die Passagiere für wenige Minuten aus, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu machen. Dann steigen sie wieder in den Zug und fahren weiter. Um die Station zu erreichen, muss man zunächst zur regulären Station Iwakuni fahren. Diese befindet sich in der gleichnamigen Stadt etwa fünf Stunden per Auto von Osaka entfernt und nur eine Stunde von Hiroshima.

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Themen Asien Japan

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