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Geheimtipp in Griechenland

Hier ist es so schön wie auf Kreta – nur weniger überlaufen

Traumhafte Strände, glasklares Meer und wilde Natur – Kefalonia ist zweifelsohne eine Reise wert
Traumhafte Strände, glasklares Meer und wilde Natur – Kefalonia ist zweifelsohne eine Reise wert Foto: Getty Images
Karoline Schweers
Redakteurin

26. Februar 2025, 6:22 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Kreta ist und bleibt eines der begehrtesten Reiseziele Griechenlands – und das spürt man dort inzwischen an jeder Ecke. Zwar lockt die Insel mit traumhaften Stränden und einer faszinierenden Mischung aus Kultur und Natur, doch genau diese Beliebtheit sorgt auch dafür, dass Kreta immer mehr unter Overtourism leidet. Wer dennoch nicht auf smaragdgrüne Buchten, dramatische Kalksteinklippen und duftende Pinienwälder verzichten möchte, für den ist Kefalonia vielleicht genau die richtige Alternative. Noch gilt die griechische Trauminsel als Geheimtipp, doch sie wird immer beliebter. Kein Wunder, denn hier befindet sich einer der schönsten Strände Griechenlands, wenn nicht gar der Welt. Aber das ist längst nicht das einzige Highlight, das die größte der Ionischen Inseln zu bieten hat.

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Schon die Neandertaler wussten, dass Kefalonia ein lebenswertes Stück Erde ist: Sie waren die Ersten, die die griechische Insel vor mehr als 100.000 Jahren bewohnten. Später war sie mal griechisch, mal römisch. Sie fand Erwähnung in Homers Werken und es heißt, dass der Apostel Paulus vor Kefalonia Schiffbruch erlitt und nach seiner Rettung das Christentum auf die Insel gebracht hat. Die Apostel-Paulus-Kirche in Pessada weist darauf noch heute hin. Heute landen übrigens hauptsächlich Touristen auf Kefalonia, denn auf der Insel leben nur ca. 40.000 Menschen. Mit ihrer Größe von 786 Quadratkilometern ist sie zwar wesentlich kleiner als Kreta (immerhin 8450 Quadratkilometer groß), doch dafür bietet sie genauso viel zu entdecken – TRAVELBOOK hat die besten Tipps für einen Urlaub auf Kefalonia.

Die schönsten Strände auf Kefalonia

Die meisten zieht es auf Kefalonia sofort zu den Stränden – und von denen gibt es auf der griechischen Insel viele. Einer davon ist der Myrtos Beach, der schon mehrmals zum schönsten Strand Griechenlands erklärt wurde. Manche meinen sogar, er gehöre zu den schönsten Stränden der Welt. Der schneeweiße Kieselsand, das türkisfarbene Wasser und die schroffen Felswände, die den Strand säumen, sorgen für einen atemberaubenden Anblick. Im Sommer wird es allerdings voll am Myrtos Beach, der nahe der Inselhauptstadt Argostoli liegt. Das ändert sich auch am Abend nicht, da die Sonne dort spektakulär untergeht.

Hotels stehen nicht am Strand – das liegt daran, dass die Landschaft unter Schutz steht. Wem es in Myrtos zu voll wird, der findet überall an der Küste wunderschöne Strände. Antisamos und Agia Efimia nahe Sami oder etwa Lassi, Lourdas und Ammes Beach in Svoronata sind auch beliebte Ziele.

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Weißer Sand trifft auf türkisfarbenes Meer: der Myrtos Beach auf Kefalonia
Weißer Sand trifft auf türkisfarbenes Meer: der Myrtos Beach auf Kefalonia Foto: Getty Images

Die beliebtesten Strände auf Kefalonia im Überblick:

  • Myrtos Beach
  • Antisamos
  • Agia Efimia
  • Lassi
  • Lourdas
  • Ammes Beach
  • Fteri Beach
  • Petani Beach

Seltene Pflanzen und Tiere

Auch Naturliebhaber kommen auf Kefalonia auf ihre Kosten. Auf der Insel wachsen sieben Orchideenarten und zudem gibt es eine seltene Tannenart, die vor allem am höchsten Berg der Insel, dem 1628 Meter hohen Aenos, zu finden ist. Die Tannenwälder stehen seit 1824 unter Schutz. Auch die Karettschildkröte und die Mönchsrobbe, beides gefährdete Arten, haben Rückzugsgebiete auf Kefalonia.

Auf dem Berg Aenos stehen viele der geschützen Griechischen Tanne
Auf dem Berg Aenos stehen viele geschützte Griechische Tannen Foto: Getty Images

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Sehenswürdigkeiten auf Kefalonia

Man sollte sich in seinem Kefalonia-Urlaub unbedingt auch Zeit nehmen für die wichtigsten Attraktionen der Insel. Die spektakulärste ist der Höhlensee Melissani, der in der Nähe von Sami liegt. Ganz unterirdisch ist er nicht mehr. Denn im Jahre 1953 stürzte ein Teil des Daches bei einem Erdbeben ein. Das türkisblaue Wasser ist atemberaubend. Kein Wunder, dass der See früher eine Kultstätte war. An diesem Ort wurde dem Hirtengott Pan gehuldigt. Man kann den See sogar mit Ruderbooten befahren.

Die Melissani Höhle auf Kefalonia
Ein Besuch zur Melissani Höhle lohnt sich auf jeden Fall Foto: Getty Images

Ganz in der Nähe gibt es mit Drogarati noch eine besondere (Tropfstein-)Höhle. Seit 1963 ist sie öffentlich zugänglich. Besonders sehenswert ist der 100 Quadratmeter große Saal, in dem man unzählige Stalaktiten und Stalagmiten sehen kann. Die Akustik ist so eindrucksvoll, dass in der Höhle sogar Konzerte stattfinden.

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Auch das Kloster von Agios Gerasimos nahe Fragata, das dem Schutzheiligen von Kefalonia gewidmet ist, sollten Urlauber besichtigen, genau wie den Leuchtturm Agios Theodoros der 1829 erbaut wurde. Mit seiner runden Form und seinen Säulen sieht er eher aus wie ein Tempel – was ihn zu einem beliebten Fotomotiv macht.

Das Kloster Agios Gerasimos in Kefalonia
Das Kloster Agios Gerasimos ist nach dem Schutzpatron Kefalonias, dem Heiligen Gerasimos, benannt Foto: Getty Images

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Kefalonia im Überblick:

  • Höhlensee Melissani
  • Tropfsteinhöhle Drogarati
  • Kloster von Agios Gerasimos
  • Leuchtturm Agios Theodoros
  • Römervilla von Skala

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Anreise nach Kefalonia

Die Insel, die man per Flugzeug von einigen europäischen Städten aus direkt oder über den Flughafen Athen erreichen kann, liegt im Golf von Patras, nördlich von Zakynthos und ist nur durch einen schmalen Streifen Wasser von Ithaka getrennt. Direktflüge gibt es zum Beispiel ab Berlin zum Internationalen Flughafen Kefalonia. Außerdem gibt es Fährverbindungen von Patras nach Sami und von Patras über Kyllini (Peloppones) nach Kefalonia.

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