
2. April 2025, 15:20 Uhr | Lesezeit: 9 Minuten
Die Pontinische Küste gilt nicht nur als Geheimtipp, sondern auch als echte Alternative zur Amalfiküste. Letztere steht bei vielen Reisenden hoch im Kurs, sodass die Erholung bei all dem Trubel häufig auf der Strecke bleibt. Ganz anders sieht es da an der Pontinischen Küste aus, denn sie verfügt noch immer über eine gewisse Ursprünglichkeit und den typisch italienischen Charme. TRAVELBOOK zeigt, wo die schönste Orte der Pontinischen Küste liegen und verrät wertvolle Geheimtipps.
Dass die Amalfiküste als eines der schönsten Reisezielen Italiens gilt, hat sich bereits vor langer Zeit herumgesprochen. So ist vor allem in den Sommermonaten der Andrang so groß, dass der ursprüngliche Charme etwas verloren geht. Wer trotzdem entspannt am Strand liegen, durch hübsche Ortschaften flanieren, Wein trinken und entspannen will, sollte da lieber einen Blick auf unseren Geheimtipp werfen. Die Pontinische Küste liegt im südlichen Teil der Latium-Küste und kann es locker mit der Amalfiküste aufnehmen. Und weil die Pontinische Küste noch immer ein echter Geheimtipp ist, lässt sich das italienische Flair hier ganz ohne Menschenmassen genießen! TRAVELBOOK zeigt, was die Pontinische Küste zu bieten hat und verrät wertvolle Tipps.
Übersicht
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Der Geheimtipp Pontinische Küste

Die Pontinische Küste ist nicht nur wegen ihrer Lage eine tolle Alternative zur Amalfiküste, sondern auch wegen ihrer Vielseitigkeit. Denn die Sandstrände eignen sich perfekt für einen Sommerurlaub und wer mit dem Auto unterwegs ist, kann Rom und Neapel als Tagesausflugsziel ansteuern. Gerade Rom ist mit seinen historischen Gebäuden ein beliebtes Städtereiseziel und mit dem Auto nur etwa 1,5 Stunden entfernt. Mit Sehenswürdigkeiten wie der Spanischen Treppe, dem Pantheon, dem Trevi-Brunnen und natürlich nicht zuletzt dem Vatikan, hat die Großstadt so einiges zu bieten. Zwar gehören die Strände der Latium-Küste zu Roms Stadtstränden, die Pontinische Küste ist aber am weitesten von Rom entfernt. Das führt dazu, dass sich hier bevorzugt die römische Oberschicht tummelt. Viele besitzen hier Sommerhäuser und Strandvillen und genießen es, dass sie den Ort weitestgehend für sich haben. Denn vor allem im Ausland gilt die Pontinische Küste noch immer als Geheimtipp und dürfte vielen Reisenden unbekannt sein.
Unser Tipp: Der Küstenort Sperlonga eignet sich als Ausgangspunkt besonders gut, denn die Stadt verfügt nicht nur über richtig schöne Unterkünfte, sondern auch über tolle Strände und einen charmanten Hafen.
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Eine echte Alternative zur Amalfiküste

Die Pontinische Küste ist als Geheimtipp nicht nur ein ursprüngliches Stück Italien, sondern auch ein typischer italienischer Badeort. Hier kommen vor allem Leute aus dem Inland zum Urlaub machen und Entspannen her. Noch dazu ist auch die Pontinische Küste von einer malerischen Landschaft umgeben. Und die lässt sich dank der milden Temperaturen auch im Winter richtig gut auskosten. An Möglichkeiten mangelt es nämlich nicht, die Wahl besteht aus Wandern, Rudern, Kajakfahren, Klettern und Paragliden. An den Stränden der Pontinischen Küste kann außerdem herrlich geschnorchelt, gesegelt und gesurft werden. Und das Beste daran: Hier kann man ohne Probleme bis November schwimmen. Für die Strände der Pontinischen Küste gilt: Je südlicher man sich bewegt, desto leerer findet man sie vor. Und wem nicht nach Aktivitäten ist, kann sich auch einfach in eines der hübschen Cafés setzen, die es hier an jeder Ecke gibt.
Unser Tipp: Der beste Spot zum Schnorcheln sind die Felsen des Circeo Kaps, für Rudern und Kajakfahren empfiehlt sich der windgeschützte See Lago di Paola.
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Der Küstenort Sperlonga

Die Gemeinde Sperlonga gilt als eines der beliebtesten Reiseziele an der Pontinischen Küste. Das dürfte sicher vor allem an ihrem Erscheinungsbild liegen. Denn die weiß getünchten Häuser der Altstadt, die sich hoch oben auf einem Hügel befinden, sind schon etwas ganz Besonderes. Hinzu kommen all die engen Gassen und hübschen Plätze, an denen man so richtig die Seele baumeln lassen kann. Die Uhren scheinen hier irgendwie anders zu ticken und die Atmosphäre ist so entspannt, dass sie sich sofort überträgt. Die mittelalterliche Altstadt ist nur zu Fuß und über zahlreiche Treppenstufen erreichbar. Doch der Aufstieg lohnt sich, denn der weite Meerblick ist in der hochgelagerten Stadt nicht zu verachten. Ohne Zweifel handelt es sich bei Sperlonga um einen der schönsten Orte Italiens. Unterhalb des Hügels liegen zahlreiche Strände mit weichem, hellen Sand.
Unser Tipp: Zu den beliebten Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem die Ruinen der Villa Di Tiberio und der Torre Truglia. Außerdem ist der Strand Lido Pirata besonders schön.
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Die Dünenstadt Sabaudia

Etwa 40 Autominuten von Sperlonga entfernt liegt die Mussolinische Planstadt Sabaudia. Die Stadt wurde 1933 gegründet und 1934 eingeweiht. Damals wurde sie als faschistische Idealstadt auf den neu urbanisierten Pontinischen Sümpfen realisiert. Bis heute ist Sabaudia genau so erhalten, wie einst geplant. Stilistisch zählt sie damit zum italienischen Architekturstil Razionalismo. Und Sabaudia zählt zu den beliebtesten Orten der Pontinischen Küste. Das liegt vor allem an der Lage, denn die Stadt wird durch eine große Sanddüne vom Meer getrennt. Ein Großteil ist dennoch von Wasser umgeben. Denn die Landzunge bildet eine Art Schutzwall und trennt das Meer von einem See. Dieser trägt den Namen Lago di Sabaudia und liegt direkt am Stadtkern von Sabaudia. Auf der anderen Seite befindet sich direkt hinter der Stadt der Nationalpark Circeo. Mit dieser Erscheinung ist Sabaudia mit keiner anderen Stadt zu vergleichen und sollte bei einem Urlaub an der Pontinischen Küste auf keinen Fall verpasst werden.
Unser Tipp: Einer der schönsten Strände von Sabaudia ist der La Bufalara Beach. Weitere sehenswerte Orte sind das Postamt, die Chiesa Santissima Annunziata und der Torre Paola.
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Die Küstenstadt Gaeta

Eine weitere Stadt der Pontinischen Küste, die zu den beliebtesten Orten gehört, ist Gaeta. Sie liegt am südlichen Ende der Costa Pontina auf einer Landzunge. Diese ragt am Golf von Gaeta weit ins Meer hinaus und prägt das Stadtbild maßgeblich mit. Mindestens genauso auffällig sind all die charmanten, bunten Häuser, die ständig daran erinnern, in welchem Land man sich befindet. Der Stadtkern der 28 Quadratkilometer großen Stadt ist mittelalterlich und die Gassen sind sehr schmal. Immer wieder führen sie zu hübschen Plätzen und alten Kirchen. Daneben gibt es hier auch eine mittelalterliche Burg, eine Kathedrale und ein Kloster zu bestaunen. Gaeta verspricht damit das volle Programm und vor allem traditionell italienisches Flair. Daher eignet auch sie sich besonders gut als Ausgangspunkt für einen Urlaub an der Pontinischen Küste.
Unser Tipp: Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt unter anderem die Barockkirche Santissima Annunziata mit goldener Grotte an der Uferpromenade. Außerdem sollte der Strand Spiaggia di Serapo unbedingt besucht werden, am besten direkt für einen langen Tag am Meer.
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Die Pontinischen Inseln

Ein gut gehüteter Geheimtipp der Küste sind die vorgelagerten Inseln. Vom Festland aus sind die malerischen Pontinischen Inseln gut zu sehen. Insgesamt sind es sechs an der Zahl und sie tragen die Namen Ponza, Gavi, Palmarola, Zannone, Ventotene und Santo Stefano. Und natürlich kann man die Inseln von der Pontinischen Küste aus nicht nur sehen, sondern auch besuchen. Und das sollte man wirklich unbedingt, denn wenn auch das Festland bereits schön ist, so setzen die Inseln noch einen drauf. Die Fähren legen aus Neapel, Terracina und San Felice Circeo nach Ponza und von Neapel nach Ventotene ab.
Unser Tipp: Wer sich nicht auf Anhieb für eine der Inseln entscheiden kann, dem legen wir die Hauptinsel Ponza ans Herz. Etwa 50 Kilometer ist sie vom Festland entfernt und die Strecke lohnt sich. Denn hier finden sich die schönsten Farben, herrliche Natur und vor allem traumhafte Strände und einsame Buchten.
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Wo liegt die Pontinische Küste?
Die Pontinische Küste liegt zwischen Rom und Neapel und gehört zur Region Latium. Dort befindet sie sich am Tyrrhenischen Meer und beherbergt unglaublich charmante Küstenorte. Wegen der windgeschützen Lage herrscht hier auch während der Wintermonate weitgehend mildes Klima. Denn die kühlen Winter schaffen es dann gar nicht über die angrenzende Bergkette. Der Abschnitt der Costa Pontina liegt genau zwischen den Orten Borgo Sabotino und Gaeta. Rom ist dabei nur knapp 80 Kilometer von Borgo Sabotino entfernt, mit dem Auto dauert das etwa eineinhalb Stunden. Dabei liegt die Pontinische Küste etwas abseits von der A1, die Rom mit Neapel verbindet. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb die südliche Latiumküste noch immer als Geheimtipp gilt.
Unser Tipp: Wer ohne Auto anreist, landet am besten in Rom. Von dort gibt es eine Zugverbindung nach Sperlonga, die etwa 20 Euro kostet und etwas mehr als zwei Stunden dauert.