
4. April 2025, 9:50 Uhr | Lesezeit: 8 Minuten
Tunesien liegt im Norden Afrikas und bietet trotz seiner doch eher geringen Größe immerhin mehr als 1.000 Kilometer Küstenfläche. An dieser reiht sich ein Strand an den anderen, hinzu kommen einige Inseln, von denen die größte Djerba ist. TRAVELBOOK zeigt, an welchen der tunesischen Strände es am schönsten ist und verrät einen Geheimtipp.
Das nordafrikanische Land Tunesien zählt zu den Mahreb-Staaten und lockt mit traumhaften Urlaubsbedingungen. Abgesehen davon, dass man hier fast das ganze Jahr hindurch baden kann, warten an der Küste Tunesiens schneeweiße Sandstrände mit türkisblauem Wasser und ganz viel Sonne. TRAVELBOOK zeigt, an welchen Stränden sich die schönsten Strandtage genießen lassen und kennt einen Geheimtipp.
Übersicht
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1. Mahdia Beach – mitten im Urlaubsort

Die östliche Stadt Mahdia ist nicht nur für ihr malerisches Stadtbild bekannt, sondern auch für exklusive Hotelanlagen. Diese reihen sich alle entlang der Küste aneinander. Und das aus gutem Grund, denn auf einer Strecke von insgesamt vier Kilometern gibt es hier weit und breit nichts als hellen, weichen Sandstrand! Auf der angrenzenden Strandpromenade gibt es zwischen all den Hotelanlagen auch einige Cafés, Restaurants und charmante Geschäfte. Am Strand, der flach ins Meer abfällt, können außerdem Liegestühle und Sonnenschirme gemietet werden. Dadurch – und weil der Badebereich von einigen Buhnen geschützt wird – eignet er sich vor allem auch für Familien mit Kindern gut. Und alle, die sich ein wenig Action wünschen, können Paragliding ausprobieren sowie Jetski, Wasserski oder Bananenboot fahren.
Unser Tipp: In Mehdia findet jeden Freitag an der Kiffa El Kahla, dem Tor der Stadtmauer, ein traditioneller Markt statt, den man gesehen haben sollte. Außerdem werden in den Sommermonaten am Place du Caire Freilichtaufführungen und Festivals organisiert.
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2. Tabarka Beach – ein Schnorchelparadies

Die Nordwestküste Tunesiens präsentiert sich mit einem völlig anderen Strandbild, als man es im restlichen Land vorfindet. Denn anstelle der kargen Sandlandschaft, werden hier die Buchten von grünen Bergen eingerahmt. Goldfarbene Sandstrände schmiegen sich an schroffe Felsen. Wälder aus Pinien und alten Eichen färben die Umgebung grün. Nicht nur wegen der Ursprünglichkeit geht es hier deutlich entspannter und weniger überfüllt zu. In Tabarka befinden sich zudem viel weniger Hotelanlagen, als an anderen Orten der tunesischen Küste. Der Sandstrand von Tabarka zieht sich über mehrere Kilometer und eignet sich nicht nur hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge, sondern auch zum Schnorcheln. Das Wasser ist glasklar und dass hier alles ein wenig gemächlicher zugeht, scheint auch der Unterewasserwelt gut zu tun. So ist Tabarka für seine roten Korallen bekannt, die besonders wertvoll sind und laut „dw“ auf der Roten Liste der gefährdeten Arten von der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen.
Unser Tipp: Wer Lust auf einen Tauchkurs hat, sollte die Chance hier unbedingt ergreifen. Außerdem ist die Genueser Festung einen Besuch wert, denn von hier aus bietet sich nicht nur ein atemberaubender Blick auf das Meer, sondern auch auf die umliegenden Berge. Besonders bei Sonnenuntergang ist die Festung ein tolles Ziel.
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3. Cap Blanc – am nördlichsten Punkt Afrikas

Bizerte gehört nicht nur zu den größten Städten des Landes, sondern ist auch die nördlichste Stadt Afrikas. Und wie es für die Nordküste Tunesiens so üblich ist, wird die Gegend auch hier von einem rauen Landschaftsbild geprägt. Zerklüftete Grotten, raue Felsen und richtig hohe Wellen. Um den Cap Blanc herum befinden sich allerdings die schönsten Buchten mit hellem, weichem Sand! Häufig trifft man hier wenig bis keine Menschen an und so verbreitet dieser Ort nicht nur wegen seiner Lage eine ganz besondere Atmosphäre. Nach Komfort sucht man hier allerdings vergebens. Wer darauf dennoch nicht verzichten will, kann auf den Stadtstrand von Bizerte ausweichen. Der nahegelegene Wald eignet sich außerdem wunderbar für einen schattigen Spaziergang und auch hier gibt es einige Höhlen zu entdecken.
Unser Tipp: Der Hafen von Bizerte ist der perfekte Ort, um nach einem langen Tag am Meer ein Restaurant zu besuchen. Außerdem wird passend zum Meerblick fangfrischer Fisch serviert!
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4. Plage Hammamet – ein Stadtstrand

Im Nordosten Tunesiens liegt in einer geschützten Bucht die Stadt Hammamet. Und vor ihren Toren erstreckt sich in ebendieser Bucht ein wunderschöner Stadtstrand auf einer Länge von etwa drei Kilometern. Auf dieser Fläche bietet sich hier wirklich alles, was das Urlaubsherz begehrt. Weicher, heller Sand, bunte Boote und klares Wasser sind dabei längst nicht alles. Es gibt Liegestühle und Sonnenschirme, spannende Wassersportangebote, leckere Drinks, Beachvolleyball und atemberaubende Sonnenuntergänge. Da ist es kein Wunder, dass der Strand von Hammamet zu einem der schönsten Strände Tunesiens zählt! Auch bei Familien mit Kindern ist dieser Ort sehr beliebt. Vor allem das Bauen von Sandburgen steht hier hoch im Kurs.
Unser Tipp: Ist in diesem Fall beinahe schon ein Muss! Denn wer bei einem Besuch in Hammamet nicht die Kasbah besucht, ist wirklich selbst schuld. Die wunderschöne, alte Festung liegt direkt am Meer und besitzt neben einem Café auch einen Markt. Außerdem gibt es im Inneren der Kasbah ein Museum, in dem man etwas über die Geschichte der Stadt erfahren kann.
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5. Plage Rafraf – mit grandioser Aussicht

Die Stadt Rafraf liegt an der Nordküste des Landes. Der gleichnamige Strand gehört zu einem der schönsten seiner Art, denn er befindet sich nicht nur in einer weißen Sandbucht, sondern bietet auch eine ungewöhnlichen Blick. Wer hier am Strand liegt, blickt direkt auf eine beeindruckende Insel, die hier direkt vor der Küste liegt. Und was gibt es besseres, als sich bei dieser Sicht die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen? Die unbewohnte Insel trägt den Namen Pilau und ist etwa zwei Kilometer vom Festland entfernt. Der Name Pilau stammt dabei von dem maltesischen Wort „Pulau“ ab und bedeutet „Insel“. Kein Wunder, denn neben Sardinien und Sizilien befindet sich auch Malta direkt gegenüber der Küste. Der Plage Rafraf punktet jedenfalls mit allen Annehmlichkeiten, neben Toiletten gibt es auch Cafés und einige Restaurants direkt am Strand.
Unser Tipp: In Rafraf selbst findet der traditionelle Markt ein mal pro Woche statt und sollte in jedem Fall besucht werden. Für alle, die etwas mehr geboten bekommen wollen, bietet sich ein Besuch des größten Marktes der Umgebung an. Zu finden ist er in der nahegelegenen Stadt Ras Jebel.
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6. Plage Sidi Jmour – ein echter Geheimtipp

Im Westen der Insel Djerba befindet sich ein echter Geheimtipp unter den Stränden Tunesiens. Der Strand von Sidi Jmour ist absolut naturbelassen und ideal für alle, die sich Ruhe und Erholung wünschen. Denn den strahlend weißen Sandstrand findet man nicht selten absolut menschenleer an. Das liegt vor allem daran, dass der Strand vor allem von Einheimischen genutzt wird. Daher ist er vor allem unter der Woche und außerhalb der Ferienzeiten auf Djerba kaum besucht. Infrastruktur und auch die Option auf Wassersport oder andere Unterhaltung sucht man hier zwar vergebens, allerdings ist vielleicht genau das für den Reiz dieses Strandes mit verantwortlich. Wichtig ist nur, an ausreichend Proviant, Sonnenschutz und vor allem Wasser zu denken. Außerdem sollte man sich auf die schönsten Sonnenuntergänge gefasst machen und aus diesem Anlass vielleicht ein extra Getränk einpacken!
Unser Tipp: Kurz vor Sonnenuntergang ist die Siri-Jmour-Moschee eine tolle Adresse. Denn die weißen Kuppeln des hübschen Gebäudes wirken in diesem Licht besonders magisch und geben ein Bild ab, das sicher auch nach dem Urlaub noch lange im Gedächtnis bleibt.