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In Japan

In diesem Hotel kostet die Nacht 1 Dollar – aber es gibt einen Haken…

Japan
Manager Tetsuya Inoue in einem der zehn Räume seines Hotels in Fukuoka Foto: One Dollar Hotel
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TRAVELBOOK Redaktion

21. November 2019, 17:53 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer hier günstig übernachten möchte, wird permanent gefilmt – dieses Geschäftsmodell hat sich ein junger Japaner für sein Hotel ausgedacht. Sein Youtube-Kanal, der das Ganze rund um die Uhr überträgt, hat bereits tausende Abonnenten.

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 Im Asahi Ryokan, mittlerweile auch bekannt als „One Dollar Hotel“, gibt es dieses Geschäftsmodell seit Kurzem, die Sache hat jedoch einen Haken: Jeder, der das „Ein-Dollar-Zimmer“ (es kostet genau 100 Yen die Nacht  – umgerechnet etwa 83 Cent) bucht, wird dafür während seines Aufenthaltes per Youtube-Livestream gefilmt.

Auf TRAVELBOOK-Anfrage sagt Hotelmanager Tetsuya Inoue, der das Hotel von seiner Großmutter geerbt hat: „Unser Hotel ist etwas einfacher, daher mussten wir den Gästen etwas Besonderes bieten, über das jeder reden wird.“ Das hat Inoue geschafft – jedoch habe es seit dem Start des Projekts Anfang November 2019 erst drei Gäste in dem besagten Zimmer gegeben. Dass das daran liegt, dass man gefilmt würde, glaubt Inoue nicht: „Junge Leute legen heutzutage nicht mehr so viel Wert auf Privatsphäre“, sagt er.

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Vorsicht, live: Wer im Ein-Dollar-Zimmer übernachtet, wird gefilmt Foto: One Dollar Hotel

Dennoch gibt es für das „Live-Zimmer“ Regeln: Kein unanständiges Verhalten und Gäste dürfen nicht nackt sein. Auf der Toilette befinden sich laut Inoue keine Kameras, umziehen könne man sich in einem ebenfalls „unüberwachten“ Nebenraum. Gespräche werden nicht übertragen, es sei denn, die Gäste wünschen dies. Laut Inoue hatte kürzlich ein anderer Youtuber aus England nichts dagegen. Ist das Zimmer nicht gebucht, filmt der Live-Stream aus dem Hotel Inoue beim Arbeiten an der Rezeption. In dem Hotel gibt es auch „normale“ Zimmer, ohne Live-Kamera. Insgesamt hat die Unterkunft zehn Zimmer – nur eins davon eben mit den Kameras.

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„Bisher gab es keine negativen Reaktionen auf mein Angebot“, sagt er. „Die Leute wissen ja durch den Youtube-Kanal vorher über die speziellen Bedingungen für das Zimmer Bescheid.“ Der längste Aufenthalt von einer Person sei bislang zwei Tage gewesen – wobei Inoue das Zimmer auch nur für eine Höchstdauer von fünf Tagen vermietet. Einem Gast, der es einen ganzen Monat lang buchen wollte, habe er absagen müssen. Inoue gibt offen zu, dass er in Zukunft am liebsten mit seinem Youtube-Stream aus dem Hotel Geld verdienen möchte, nicht über die Einnahmen aus dem Zimmer selbst. Das könnte klappen, sein Kanal hat mittlerweile mehr als 5900 Abonnenten (Stand 21. November 2019), Tendenz rapide steigend.

Themen Japan

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